Wenn die Kammer der Tiere tagt
Wieder
einmal findet die Tagung der Tierkammer statt, die traditionell ein großes Medieninteresse
hervorruft, dient sie doch unter anderem der Festlegung der Forderungen von
Seiten der Interessensvertretung der Tiere gegenüber deren der Nutzer, Halter
und Beschauer. Den Vorsitz führt wie immer die Ratte, der Kammerpräsident.
Ratte: Ich eröffne die interne Sitzung, und begrüße hiermit auch gleich alle
anwesenden Vertreter der verschiedenen Sektionen. Ich würde bitten diese
Sitzung zügig zu führen, da ich noch einige andere Gremien zu unterwandern
habe. Prägnanter ausgedrückt, ich stehe unter enormen Termindruck. Deshalb
schlage ich vor eine Vorgangsweise beizubehalten, die sich die letzten Jahre
ohne Weiteres bewährte und mit der sämtliche anwesende Vertreter immer
einverstanden waren und da lautet: Bei den Kollektivvertragsverhandlungen alle
zugestandenen Rechte, wie da wären Futtergabe und Platzangebot, nochmals um 10%
zu erhöhen. Die Gegenseite wird 2% bieten, und letztlich, nach ewig langen
Verhandlungen, die natürlich bis in die frühen Morgenstunden andauern, fällt
die Einigung bei 6%. Damit sind auch hier alle einverstanden. Damit ist die
Sitzung geschlossen.
